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famulieren & engagieren

Ein IPPNW-Projekt für Studierende von Studierenden

IPPNW-Projekt famulieren & engagieren in Kenia

Das IPPNW-Austausch-Programm “famulieren & enagagieren” bietet Studierenden die Chance, über eine Auslandsfamulatur und ein Praktikum in einem Gesundheits- oder Friedensprojekt über den medizinischen Tellerrand hinaus auf die sozialen und politischen Determinanten von Gesundheit in verschiedenen Ländern der Welt zu blicken und engagierten Ärzte und ÄrztInnen zu begegnen. 

Seit 1998 vermitteln wir jedes Jahr – zwischen Juli und Oktober –  bis zu 13 Studierenden aus Deutschland weltweit in verschiedene Länder, u.a. nach Israel, Palästina, die Balkanstaaten, Türkei, Nepal, Indien, Kenia und Japan. Das Programm verbindet medizinische Ausbildung mit sozialem Engagement. Die Studierenden gehen nicht nur für vier Wochen ins Ausland, um eine Famulatur zu absolvieren; sie bleiben darüber hinaus noch für mehrere Wochen in der Region, um in einem sozialen, Friedens- oder Gesundheitsprojekt mitzuarbeiten. 

Dort werden sie von langjährigen Partnern, oft auch IPPNW-Mitgliedern, organisatorisch und inhaltlich betreut. Sie finanzieren den Aufenthalt selbst, die IPPNW beteiligt sich mit 75 % der Reisekosten und an den Kosten für ihre gemeinsame Vorbereitung und Auswertung. Letztere sind ein besonderes Merkmal des Programms. Teil der Vorbereitung in eine Einführung in Medical Peace Work.

Das f&e-Programm ist keine Einbahnstraße. Jährlich sind bis zu 5 Studierende aus den Partnerländern Gäste der deutschen IPPNW. Mit Ausnahme der Gäste aus Japan, finanziert die IPPNW alle Kosten für Reise, Versicherung, Unterkunft, Tagegeld der Studierenden. Begleitet und betreut von f&e Alumni absolvieren die Gäste aus z.B. Japan, Nepal, Mazedonien, Kosovo, Indien, Türkei und  Kenia ein ca. sechswöchiges Programm in Deutschland. Neben einer Krankenhausfamulatur in einem Fach ihrer Wahl, nehmen sie an der Global Health Summer School der IPPNW in Kooperation mit dem Institut für Sozialmedizin der Charité teil.

Für alle TeilnehmerInnen, die Studierenden aus Deutschland und für die Gaststudierenden, bietet das f&e Programm eine „Reise unter die Oberfläche“. Sie haben eine intensive, oft nachhaltige Begegnung mit ihrem Projektland und gewinnen praktische Einblicke in die Zusammenhänge von Frieden, Gewalt und Gesundheit. Oft lernen sie am Beispiel ihrer betreuenden Ärzte, was es bedeutet, Arzt oder Ärztin für Frieden und in sozialer Verantwortung zu sein.

Bewerbungsschluss für eine Teilnahme im Sommer 2018 ist der 1. März 2018. Bewerbungen per Mail an Maren Janotta (bitte als PDF schicken.)

Wenn Du Fragen zur Teilnahme hast, kannst du unter Teilnahmebedingungen noch mehr erfahren oder du wendest Dich an Maren Janotta.

 

Aktuelle Infos für 2018 zu Kenia:
In diesem Jahr wird der Austausch nach Kenia im Rahmen des F&E Programms etwas verändert. Wie bei den anderen Ländern auch, famulieren die Studierenden einen Monat in einem Krankenhaus auf einer Station ihrer Wahl. Nach der Famulatur werden sich die Studierenden anstelle des sozialen Projektes mit ausgewählten Themen aus den „Medical-Peace-Work“-Kursen beschäftigen. Dabei wird die jeweilige Partnerstudierendengruppe aus Nairobi ein kleines Programm zum entsprechenden Thema organisieren, mit Ausflügen zu passenden Orten und Gesprächen mit Experten zum Thema. Letztendlich wird von den teilnehmende Studierenden erwartet, dass sie am Ende ihres Aufenthaltes eine kurze Arbeit über das Thema schreiben, in der sie eine entsprechende Fragestellung beantworten. Diese soll dann intern für alle F&Eler zugängliche gemacht werden, sodass ein Wissenstransfer entsteht und die nächsten Teilnehmer darauf aufbauen können. Es können dieses Jahr zwei Studierenden aus Deutschland an dem Austauschprogram nach Kenia teilnehmen, sodass am Ende zwei Arbeiten zu zwei Themen entstehen.

Die 2 Themen für dieses Jahr sind zum einen „Urban Settlements“ und „Disarmement“. Da sich diese Themen an den Medical-Peace-Work-Kursen orientieren suchen wir für dieses Jahr Studierende, die sich mit den Kursen schon ausführlicher beschäftigt haben bzw. Lust haben etwas tiefer in die Materie einzusteigen. Außerdem solltet ihr auch ein persönliches Interesse daran haben, euer erlerntes Wissen den anderen Studierenden durch eine kurze Arbeit zugänglich zu machen. Die Arbeit sollte auf Englisch geschrieben werden, sodass auch die kenianischen Studierenden davon profitieren.

Faltblatt


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Zitate

„Ich empfinde es als großes Glück, dass ich als Medizinstudent aus Nepal die Chance hatte, eine völlig andere Welt kennen zu lernen. Ich habe durch meinen Aufenthalt in Deutschland eine ganz neue Vorstellung von der Welt und von Menschen bekommen. Und ich bin glücklich, dass es sogar schon in meine Aktivitäten einfließt. Ich hoffe, dass alles, was ich gelernt habe, meinen Horizont öffnen wird und mir hilft, als Arzt in größeren Perspektiven zu denken“. (Medizinstudent Mohan Bhusal aus Nepal, 2012)

„Aber auch andere Ärzte beeindruckten mich sehr, wenn sie z.B. weit nach Feierabend, also außerhalb der ohnehin gering bezahlten Arbeitszeit, versuchten eine Lösung für die Kostenübernahme lebensnotwendiger Eingriffe, die sich die Patienten ohne Unterstützung nicht leisten könnten, zu finden. Es ist kaum möglich, die nötige Ankennung für so viel Berufsethos und großartige Leistungen mit ein paar Worten auszusprechen. Ich wünsche mir nur, dass mehr Menschen das Glück haben, solch wunderbare Ärzte kennenzulernen... (Medizinstudentin Christin Lorenz in Bosnien und Herzegowina, 2014).

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